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Geschichte Russlands – Slawen, Wikinger, Zaren und Sozialisten

Russlands Geschichte ist archaisch und eisern. Die erste Reichsgründung erfolgte durch die erobernden Wikinger, die sich von Norden den Weg in die Regionen der slawischen Urvölker bahnten.

Später übernahmen die Zaren die Geschicke des Reiches und führten es zur Großmacht. Mit harter Hand annektierten sie weite Teile des asiatischen und europäischen Kontinents. Die Bolschewiken brachten das Zarenreich zu Fall, als das Volksferne agieren der Herrscher unerträglich wurde. Mit der Entstehung der kommunistischen Sowjetunion erfolgte der soziale Ausgleich, aber auch eine Phase von Unterdrückung und Misswirtschaft die wiederum zum Zusammenbruch führte.

Heute genießt Russland unter dem Namen „Russische Föderation“ mehr internationale Einflüsse und verbindet die rasende Moderne mit seiner gigantischen Geschichte – ein andauernder Balanceakt.

Wichtige Eckdaten und Ereignisse in Russlands Geschichte

  • 862: Wikinger, die sogenannten Rus, gründen im heutigen europäischen Teil Russland das Altrussische Reich
  • 882: Gründung der Hauptstadt in Kiew (heutige Ukraine), das Altrussische Reich wird daher auch Kiew Rus genannt
  • 900-1550: Vermischung der Kultur der Rus-Wikinger die von Norden kamen mit den Ursprungsvölkern der Slawen; Rurikiden Dynastie unter Anführer Rjurik; verschiedene Großfürstentümer der Rus bilden separierte Zusammenschlüsse und führen Kriege gegeneinander
  • 1557: Iwan IV ernennt sich selbst zum ersten Alleinherrscher über alle Rus; dieser erste Zar erobert als „Iwan der Schreckliche“ weite Teile Sibiriens und das Tatarenreich Richtung Osten
  • 1557-1917: Die Zeit der Zaren, sie brachten weitere Teile des Europäischen und Asiatischen Kontinents unter ihre Herrschaft, sammelten gigantische Schätze an und machten das Russische Reich zur Europäischen Großmacht:
  • „Peter der Große“ annektierte ganz Sibirien, ließ das prunkvolle Sankt Petersburg erbauen
  • „Katharina die Große“ entstammte einem deutschen Fürstengeschlecht und expandierte das Reich vor allem in Richtung Westen
  • „Alexander I“ führte Krieg mit Napoleon und war beteiligt an der Neuregelung Europas durch den Wiener Kongress
  • „Nikolaus I“ versuchte sich kriegerisch Richtung Süden gegen Persien und die Türkei, begann den Krieg gegen die Krim
  • „Alexander II“ schaffte die Leibeigenschaft ab und beeendete den Krimkrieg
  • „Allexander III“ herrschte eisern im Land, war aber der erste Zar ohne Kriegshandlungen
  • „Nikolaus II“ ging kriegerisch gegen Japan vor, das Zarenreich hatte große Verluste zu verzeichnen, die Bevölkerung rebellierte und das Zarenreich kam zu Fall
  • 1918: Revolution durch den Volkszusammenschluss der Bolschewiken; mit der Ermordung des Zaren Nikolaus II und seiner Familie ist das mittlerweile zu rückständige und volksferne Zarenreich am Ende
  • 1922-1990: Aufbau des Kommunistischen Staats der Sowjetunion (UdSSR); Zusammenschluss von 15 Republiken mit der Hauptstadt Moskau; es entsteht über die Jahrzehnte Unterdrückung und Misswirtschaft
  • 1990: Fall und Auflösung der Sowjetunion, Nachfolger wird die Russische Förderation; ehemalige Mitgliedsstaaten landen im Chaos
  • 1991 bis heute: wirtschaftliches und soziale Umbrüche und politische und wirtschaftliche Neuorientierung

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