Jakutien – Reichtum eingefroren im ewigen Eis

Jakutien, offiziell auch Republik Sacha genannt, liegt ganz im Nordosten Sibiriens und ist das flächenmäßig größte Förderationsmitglied Russlands. Hier wird Sibirien seinem klassischen Ruf gerecht. Nirgendwo ist es unwirtlicher und klimaextremer als hier im „fernen Osten“.

Dennoch leben hier von den etwa 144 Millionen Einwohnern Russland immerhin eine Millionen Menschen. Sie sitzen auf einem gigantischen Berg von Reichtum eingefroren im ewigen Eis. Neben Kohle, Buntmetall, Mammut-Elfenbein und Gold, wird hier auch heute noch der Großteil der russischen Diamanten zu Tage befördert.

Hauptstadt mit Temperaturschwankungen von über 100 Grad

Die meisten Einwohner Jakutiens tummeln sich in der 250.000 Einwohner-Hauptstadt Jakutsk und besitzen die vermutlich vielseitigsten Kleiderschränke der Welt. Das ist auch nötig. Die Temperaturen von etwa -70 Grad im Winter und + 40 Grad im Sommer müssen irgendwie überstanden werden.

Die Temperaturschwankungen und der immer wieder auftauende und gefrierende feuchte Boden macht es notwendig, dass die gesamte Stadt Jakutsk zur Sicherheit auf Pfählen steht. Sie ragen bis zu 10 Meter in den Boden. Wie das architektonisch funktioniert, kann man im Dauerfrostmuseum erfahren.

Wer nach Jakutien reist, reist zum kältesten bewohnten Ort der Erde. In Oimjakon befindet sich der Kältepol. Im Jahr 1916 wurden hier tödliche 81 Grad Celsius gemessen. Temperaturen bis zu -60 Grad in Oimjakon sind in Jakutien durchaus möglich.

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Beste Reisezeit für Jakutien

Jakutien ist touristisch noch relativ unerschlossen und auch nicht Teil der transsibirischen Eisenbahnroute. Wer die unberührte, frostige Schönheit kennenlernen möchte, muss fliegen – am besten im sibirischen Sommer von Juni bis September. Ab Ende Juni steigen die Temperaturen auf über 30 Grad – wochenlang. Dabei kann es aber auch zu langanhaltenden Regenschauern, teils bis zu zwei Wochen dauernd, kommen und die Tagestemperaturen erreichen dann gerade einmal 10 Grad Celsius.

Die Stadt Amga: Leben ohne fließendes Wasser

Besonders sehenswert ist das Dorf Amga. Hier lebt man ohne fließendes Wasser in einstöckigen Holzhäusern mit Plumpsklo. Dennoch gibt es zahlreiche winzige Museen und schnuckelige Lädchen die bis in die Abendstunden geöffnet haben. Den wenigen Gästen reicht man vergorene Stutenmilch – das hiesige Nationalgetränk.