Moskau – Kreml, Roter Platz und das GUM

Moskau ist legendär. Moskau polarisiert. Moskau ist unvergleichlich –  mit  schwerem Charme voller Pomp und Prunk, eine unverwechselbar  anziehende Weltmetropole von enormem Ausmaß und tiefer Historie. Etwa 12 Millionen Einwohner zählt die russische Hauptstadt an der Moskwa und es kommen jährlich etwa 150.000 hinzu. Moskau gehört zu den 10 teuersten Städten der Welt und erstreckt sich auf einer Fläche so groß wie das Saarland. Hier schütteln sich Reichtum und Armut die Hand. Moskau ist: Gold und Grau, atemberaubende Architektur und trister Funktionsbau, schöne Frauen und schnelle Autos, Schickimicki und Stil, Hektik und Entspannung pur.

Zaren-Pomp am Roten Platz

Wer eintauchen möchte in das unvergleichliche Moskauer Flair, beginnt damit am Roten Platz. Er ist Mittelpunkt aller  Erkundungen und eines der wichtigsten Baudenkmäler der Welt. Er gehört zum UNSESCO Weltkulturerbe – mit dem Kreml als Regierungssitz, dem Auferstehungstor, der Kasaner Kathedrale, dem Historischen Museum, dem Lenin-Mausoleum, der Basilius Kathedrale mit ihren unvergleichbaren Zwiebeltürmen und dem Kaufhaus Gum, in dem selbst die Toilettenräume aus Mamor sind.

Der Platz ist immer belebt und gesäumt von kleinen Händlern die Fellmützen oder die typischen Matrjoschka-Püppchen anbieten.  Sie wurden vor etwa 100 Jahren in Moskau erfunden.  Hier kann man sie in jeder erdenklichen Größe und Optik erwerben. Wer möchte, gönnt sich danach einen Bummel durch die historische Fußgängerzone Arbat mit Ihren vielen Kneipen, Kaffees und Künstlerständen.

Bolschoi-Theater mit dem größten Ensemble der Welt

Nicht weit entfernt vom Roten Platz thront das gigantische Bolschoi-Theater. Es bietet Platz für fast 2000 Zuschauen und beherbergt die größte Balletttruppe der Welt: über 200 Tänzer bilden das weltberühmte Bolschoi-Ensemble. Es ist nicht nur vor Ort, sondern auch weltweit unterwegs. Die Karten für eine Aufführung sind bis zu 20.000 Rubel (ca. 265 Euro) teuer. Führungen durch das beeindruckende Theater gibt es täglich.

Freizeit-und Erholungspark auf 136 Quadratkilometern

Die All-Unions Ausstellung im Nordwesten Moskaus ist eine weiterer Ort der Superlative. Hier wurde zu Sowjetzeiten auf 136 Quadratkilometern Fläche Grünanlagen und 250 Themenpavillons errichtet. Sie zeigten u.a. die  technologische und wissenschaftliche Vielfalt der UdSSR  – von Raumfahrt bis Agrarwissenschaft. Die All-Union war weltweit bekannt und beliebt, bis sie nach dem Niedergang der Sowjetunion verfiel. Heute erblüht das riesige Gelände wieder mit neuem Charme. Es wurde nach und nach rekonstruiert und nun zum Freizeit-und Erholungspark umgebaut.

New Yorker Skyline mit verglasten Riesen

Wer die Moderne liebt, wird sie auch in Moskau finden. Neben den vielen historischen Bauten glänzt in der Ferne auch ein Hauch von New York. Es ist das Moskow International Business Center mit seinen gläsernen Riesen, auch Moskau City genannt– ein neuer Wohn- und Geschäftskomplex auf dem Hafengelände. Mit seinen millionenschweren Wolkenkratzern erregt er Aufsehen. Hier erstreckt sich auch eines der zweithöchsten Gebäude Europas in den Himmel – der Förderationsturm Federazija Wostok.

Moskaus Naturschutzgebiet: Die Insel der Elche

Den Gegensatz zum mondänen Flair bildet ein Besuch am nördlichsten Rande der Stadt. Vor den Toren Moskaus erstreckt sich ein zauberhaftes Naturschutzgebiet, der Nationalpark Lossiny Ostrow. In den Wäldern können Besucher mit etwas Glück auch Elchen begegnen. Zur Zarenzeit wurde hier gejagt, heute sind die wunderschönen, verwunschenen Wälder ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Eine Metro für 9 Millionen Fahrgäste

Alle Sehenswürdigkeiten sind wunderbar einfach zu erreichen, mithilfe einer weiteren Sehenswürdigkeit, die sich im Untergrund der Metropole verbirgt: die Moskauer Metro. Sie ist die berühmteste und meistgenutzte U-Bahn der Welt. Wie ein Spinnennetz aus Schienen verbindet sie ganz Moskau und transportiert tagtäglich mehr als 9 Millionen Fahrgäste. Unglaublich prunkvoll sind die ältesten Metrostationen. Sie wirken wie Königspaläste unter der Erde.

Wohnen in Penthäusern und Kommunalkas

Weniger prunkvoll ist die Wohnsituation in Moskau. Kaufpreise von bis zu 8000 Euro pro Quadratmeter sind normal. Es sind wenige die sich die gigantischen Kauf-oder Mietpreise leisten. Der Großteile der Einwohner muss in Plattenbauten an die Ränder der Stadt ausweichen oder wählt sogar ganz anderen Wohnweisen. Studenten, Künstler und einfache Familien bevorzugen meist eine von den etwa 21.000 Kommunalkas, die es in Moskau noch gibt. In diesen Wohngemeinschaften teilen sich viele Menschen ein Zuhause, kochen und leben gemeinsam.

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